Geschichte

Die Anfänge des Kloster St. Johannis führen weit zurück in das vorreformatorische Mittelalter. Erstmalig im 13. Jahrhundert kam es zur Gründung von Klöstern in den Mauern Hamburgs.

1236 wurde von den Dominikanern das Kloster St. Johannis gegründet, das etwa 300 Jahre später der Stiftung ihre erste Heimstätte und auch den Namen geben sollte. Die eigentliche Vorgängerin war jedoch das Zisterzienserinnen Nonnenkloster Herwardeshude. Dieses Nonnenkloster wurde 1246 von der Gräfin Heilwig, der Gemahlin des in den Franziskanerorden eingetretenen Grafen Adolf IV. von Schauenburg, außerhalb des damaligen Gebietes der Stadt Hamburg auf einer Anhöhe über der Elbe bei dem Dorfe Herwardeshude gegründet.

Für die Entwicklung des Klosters waren die den Nonnen 1293 von den holsteinischen Grafen erteilten Privilegien von besonderer Bedeutung. Ihnen wurden auf ewige Zeiten die bei den Dörfern Heimichhude und Odersvelde gelegenen Felder abgabenbefreit verkauft und die Befreiung von allen Lasten und Diensten bestätigt.

Aus dieser Zeit rührt der Name Vrauwendal für das bei dem Dorfe Odersvelde am Ufer der Alster gelegene Tal. Doch auch der alte Name „Kloster Herwardeshude“ blieb gebräuchlich. Nach ihm wurde später der am rechten Alsterufer gelegene Stadtteil Harvestehude benannt. Viele Straßennamen wie Frauenthal, Klostergarten, Nonnenstieg und Abteistraße weisen noch heute auf die einstige Belegenheit des Klosters in dieser Gegend hin.

Kloster St. Johannis

Bild: Kloster St. Johannis